Ein Sound surrt durch den Truck. Läuft da irgendwo FSK, und jemand hat eine Mischung aus verzerrten Gitarren und Ambient-Geblubber aufgelegt? Nein, es ist der Makerbot, der in der Ecke des Trucks stoisch seinen geschmolzenen Kunststofffaden in Schichten ablegt und Dreikantschlüssel, Tassen und geflochtene Kugeln druckt. Keine Frage, der Makerbot ist der Hit des ersten Tages. Nachbar_innen und Handwerker kommen vorbei und sind bass erstaunt über die kleine Holzkiste mit dem schrägen Sound.
Draußen am Tisch bastelt Axel mit anderen an Elektronikteilen und einem Arduino-Controller herum. Drinnen sitzt immer jemand vor einem der Rechner, um sich mit Inkscape Stencils zu machen. Die werden dann mit dem Lasercutter aus Holzplatten oder Kartons zurechtgeschnitten. Lisbeth und Jaap erklären den ganzen Tag mit bewundernswerter Geduld allen Neugierigen, was die Maschinen machen können, wie man die Dateien anlegen muss. Es ist ein gemächliches Kommen und Gehen am Fab Lab Truck. Etwas Neues ist in Hamburg angekommen, hier in der Bernhard-Nocht-Straße, und es lässt niemanden kalt. Es könnte der Anfang einer großen Sache sein.